Aktuelles: Pauli siegt gegen Aiwanger vor Gericht
Diplomkaufrau, Landtagsabgeordnete (parteilos), *26.06.1957 in Schweich bei Trier, wohnhaft in München. Studium der Betriebswirtschaft an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen/Nürnberg. Ehemals Angestellte des Deutschen Bundestages und selbständige Kleinverlegerin, Altlandrätin des Landkreises Fürth (Mittelfranken).
Große mediale Aufmerksamkeit fand Ende 2006 ihre Forderung, dass der damalige bayerische Ministerpräsident Dr. Edmund Stoiber nicht erneut für dieses Amt kandidieren sollte, was schließlich zu seinem Rücktritt im Herbst 2007 führte. Aufgrund parteiinterner Diffamierungen trat Dr. Gabriele Pauli im November 2007 aus der CSU aus, der sie rund 30 Jahre angehörte. Der Büroleiter der Staatskanzlei und Mitarbeiter von Edmund Stoiber hatte versucht, über sie persönliche Nachforschungen anzustellen, damit man ihr etwas „anhängen“ konnte. Allerdings nur mit dem Ergebnis, dass in Bayern publik wurde, mit welchen Methoden die CSU arbeitet.
Am 28. September 2008 fuhr sie für die Freien Wähler in Mittelfranken ein sensationelles Stimmergebnis ein – das führte zum Verlust der absoluten Mehrheit der CSU. Seitdem ist sie Mitglied des Bayerischen Landtags.
2009 war sie Spitzenkandidatin der Freien Wähler für die Europawahl. Die Liste der Freien Wähler erlangte dabei bundesweit 1,7%. Der Einzug in das Europaparlament wurde jedoch durch die laut Bundesverfassungsgericht für Europawahlen zu Unrecht bestehende 5%-Klausel verhindert.
Ihre Äußerung, dass die Freien Wähler an der Bundestagswahl 2009 teilnehmen sollten, führte zum Ausschluss aus der Landtagsfraktion der Freien Wähler. Dadurch verlor sie den Vorsitz im Innenausschuss und gehört dem Bayerischen Landtag seitdem als fraktionslose Abgeordnete an. Die von ihr im Juni 2009 gegründete Partei Freie Union, deren Bundesvorsitzende sie wurde, konnte an der Bundestagswahl aufgrund von Wahlmanipulationen nicht teilnehmen. Aufgrund parteiinterner Intrigen gegen sie verließ Dr. Gabriele Pauli die Freie Union im Mai 2010. Dr. Gabriele Pauli wird für den Bayerischen Landtag zur kommenden Wahl nicht mehr antreten.
Sie veröffentlichte neben einigen wissenschaftlichen Beiträgen im Jahre 1985 die 342-seitige Dissertation zum Thema: „Polit-PR strategische Öffentlichkeitsarbeit politischer Parteien ; zur PR-Praxis der CSU“ und erhielt diverse Auszeichnungen, u.a. das Bundesverdienstkreuz im Mai 1999.
Im August dieses Jahres erscheint ihre politische Biografie „Die rote Rebellin“ mit Vorschlägen für eine moderne Politik.
In memoriam
Mein Bruder Dr. Alexander Pauli ist am 14.12.2012 verstorben.